Da hat man wohl was falsch gemacht, wenn einem Samstagmorgens schon so schlecht ist, dass man das gefrühstückte gleich wieder von sich geben möchte. Beispielsweise die Handyrechnung geöffnet. Sollte man nur mit leerem Magen und sitzend tun. Ich tat es mit vollem Magen und stehend. Und siehe da: 110 (!!)Euro. Da musste ich mich erst setzen und mich bemühen meinen Mageninhalt zu bändigen. Und entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten die Telefonrechnung genauer untersuchen. Zum Glück fiel mir dann wieder ein: O2 möchte ja 50 Kröten dür den Umzug eines DSL-Anschlusses. Hatte ich komplett vergessen. Na gut, dann hält sich das ganze ja in Grenzen.

über Männer zu schreiben ist halt schwierig, weil man nie so recht weiß, wie. Man will ja keinen alle-Männer-sind-scheiße-Kapfemanzen-Sound haben und verbittert wirken. Aber auch nichts beschönigen, sondern die Wahrheit erzählen. Und wenn ich den Drang habe über Männer zu schreiben, dann ist das ja leider eher selten um sie zu loben. und das ist nicht etwa, weil ich männerfeindlich bin oder so, sondern einfach weil die Herren nun mal so sind. Sie geben mir eben oft genug Grund zum Ärgern. Ich glaube dewegen nicht, dass alle Männer Scheiße sind (auch wenn ich das gerne mal sage) sondern eher, dass ich nur einfach zu oft die größten Flaschen kennenlerne. Meine Schuld wahrscheinlich.

Aber egal, was für einen Eindruck ich mache, wenn ich über Männer schreibe, heute muss es einfach sein. Genau genommen liegt diese Idee, der Drang zu diesem Text schon seit einer Woche in meiner virtuellen Textidee-Schublade in meinem Gehirn. Aber ich fand es sei besser, ihr ein paar Tage zu geben um sich zu entwickeln. Meistens tut es einer Textidee auch gut, wenn ich einige Zeit garnicht drüber nachdenke, damit sich Gedanken und Gefühle setzen können. Mit der Zeit eröffnen sich auch neue Perspektiven, Gefühle können sich relativieren, damit ich sie nicht ganz so geballt rauslasse, wie ich es wohl in dem Moment tun würde, indem sie entstanden.

Eine Textidee ist etwas ganz besonderes, sie ist der Start für einen Prozess, bei dem ich nie wissen kann, wo er hingeht. Ich weiß nicht, wieviele Tausend* Textideen  ich schon  in allen möglichen Situationen auf alle möglichen Arten von Zettel geschmiert habe, um sie dann irgendwann, wenn ich Zeit habe, und ihnen die Gelegenheit gegeben habe zu reifen, zu verarbeiten. Eine gute Textidee ist ein Geschenk. Ohne eine Idee habe ich keine Kreativität. Wenn ich jedoch erstmal eine Idee habe, eine Überschrift oder einen markanten Satz, geht der Rest quasi wie von selbst. Der Text, die Geschichte fliegt mir dann sozusagen zu, das einzige was ich noch tun muss ist an Formulierungen feilen, meine Gedanken und Gefühle in schöne Wörter hüllen. Ohne Textideen, also ohne Erlebnisse, und somit auch manchmal ohne die Männer wäre ich nichts, könnte ich nicht schreiben. Und ohne zu schreiben würde mir mein wichtigstes Ventil fehlen. Und so muss ich eben manchmal auch über die Männer schreiben. Und ihnen Dankbar sein, dass sie mir einen Grund geben über sie zu schreiben.

Das was ich eigentlich schreiben wollte, nämlich die konkrete Geschichte über einen Mann, passt hier nicht mehr rein. Sie steht auf gewisse Weise zwischen den Zeilen. Und inzwischen denke, ich dass das reicht. Auch wenn ich es anders geplant hatte. Doch genau das ist ja das spannende zwischen mir und der Textidee. Ich habe einen Plan, eine fixe Idee. Der Idee ist das egal. Sie verselbstständigt sich. Der fertige Text kann dann am Ende ganz anders aussehen als in meiner Vorstellung. Und trotzdem ist er dann genauso wie er sich entwickelt gut.

Und die Moral von der Geschichte: ALLE MÄNNER SIND SCHEIßE!!!! SO; DAS MUSSTE EBEN DOCH NOCH GESAGT WERDEN!!! (nur so, um meine eigenen Erwartungen zu erfüllen…und man kann ja auch mit Scheiße ne Menge Spaß haben…oh hab ich das jetzt laut gesagt??? yeah)