1:0 für den Körper
März 3, 2008
Ich habe soeben beschlossen, dass ich jetzt offiziell krank bin. Besser gesagt hat mein Körper das beschlossen, aber ich habe mich bis jetzt erfolgreich dieser Tatsache verweigert. Nachdem ich zwei Tage lang versucht habe, die Anzeichen zu ignorieren hat sich mein Körper heute wohl gedacht, er muss einen Zahn zulegen um Aufmerksamkeit zu bekommen. Also begrüßen wir als neuestes Mitglied im Club: Halsschmerzen! Die machen sich jetzt mit den anderen Wehwehchen ein schönes Leben und ich bin der Arsch der es ausbaden muss.
In einem krankheitsbedingten Anfall der Quengeligkeit (immer diese eigenen Wortschöpfungen…wie man das wohl schreibt??) habe ich dann eben erst mal die Mama angerufen, und gequengelt. Die kommt nachher (arbeitet bis neun – was soll das denn?) noch vorbei zum betüdeln.
Naja aber ich bin ja kein Mann, also will ich nicht jammern. In diesem Sinne mache ich es mir jetzt mit Bridget Jones und Pestospaghetti im Bett gemütlich.
Gute Nacht wünsche ich! Wenn auch etwas verfrüht…
pommes? und was dazu?
März 1, 2008
Irgendwie verbinde ich Pommes und verschiedene Fleischsorten mit verschiedenen Situationen.
Pommes mit Steak (unter dem Decknamen Steak Frites) erinnern mich komischerweise an meinen Vater, der seit 10 Jahren Vegetarier ist. Warum ich dabei trotzdem an ihn denken muss? Weil meine Eltern oft von einem Frankreichurlaub an der Küste erzählen, in dem mein Vater zwar noch kein Vegetarier war aber auch schon keine Meeresfrüchte mochte, und aus Mangel an Alternativen zwei Wochen lang Steak Frites aß.
Pommes mit Burger erinnern mich immer an meine Teeniezeit (kann ich ja jetzt sagen, ist ja offiziell vorbei) und viele nach der Schule bei macdoof verbrachte Stunden.
Pommes mit Schnitzel dagegen erinnert mich an eine sehr schöne Zeit mit dem damaligen Mann meiner Träume und an einen lustigen Ausflug nach Trier.
Pommes mit Currywurst, mein heutiges Abendessen, erinnert mich an meine Kindheit. An die wunderschöne Zeit in der man noch keine Sorgen hatte, wo noch alles ok war. So lange ich zurückdenken kann haben mein Bruder und ich den Sommer bei Oma und Opa, bzw. dann nur noch bei Oma verbracht. Das war immer toll, weil wir natürlich die Sachen durften, die man halt bei den Eltern nicht darf. Lange aufbleiben, viele Süßigkeiten essen oder eben auch mal besagte Pommes mit Currywurst. Meine Mutter bemühte sich damals (mehr als heute) uns zu gesunder Ernährung zu bewegen. So ein ungesundes Essen gab es also nur bei Oma und Opa. Die Pommesbude war direkt um die Ecke, so dass wir Kinder alleine hingehen konnten.
Das war für uns natürlich das größte. Essen holen, das in Pappe und Papier verpackt ist und dann gab es noch eine Cola dazu. Auch das war eine „Oma und Opa“-Ausnahme.
Komisch, dass ausgerechnet Pommes bei mir so unterschiedliche Erinnerungen hervorrufen…